Montag, 27. August 2007
NGÜ: Galaterbrief online!
Toll: der frisch übersetzte Galaterbrief der Neuen Genfer Übersetzung ist online.
Der himmlische Untersuchungsausschuss
Hier nun noch das Theaterstück von Sofie aus dem gestrigen Gottesdienst.
Damaris und Ben lassen sich vom Himmlischen Untersuchungsausschuss durchchecken. Damaris möchte ihre Leistungen bestätigt wissen, Ben hingegen ist begeistert vom himmlischen Geschenk. Das Stück wurde kongenial umgesetzt von Noemi, Vincent, Gregor und Martin.
Damaris und Ben lassen sich vom Himmlischen Untersuchungsausschuss durchchecken. Damaris möchte ihre Leistungen bestätigt wissen, Ben hingegen ist begeistert vom himmlischen Geschenk. Das Stück wurde kongenial umgesetzt von Noemi, Vincent, Gregor und Martin.
Sonntag, 26. August 2007
Gemeinde ist kein Casting

In Castingshows wie „Popstars“ und „DSDS“ (Deutschland sucht den Superstar) führen Dutzende, die sich für künftige Popstars halten, ihre Fähigkeiten einer Jury vor. Und die Jury hebt oder senkt den Daumen.
Ist Gottes Gemeinde wie ein Casting und nur für die „happy few“ da? Müssen wir alles geben, um von Gott akzeptiert zu werden? Bleiben die auf der Strecke, die versagt haben, die nicht gut genug sind, Gott nicht beeindrucken können?
Im Gottesdienst meiner Gemeinde habe ich heute über Eph. 2,8-10 gepredigt. Paulus bringt es auf den Punkt: Wir haben nichts in der Hand, was Gott beeindrucken könnte, aber wir können die Rettung wie ein Geschenk aus seiner Hand empfangen. Wer mag, kann hier die Grundgedanken nachlesen. Morgen will ich auch das Theaterstück, das Sofie für diesen Gottesdienst geschrieben hat, noch online stellen.
Freitag, 10. August 2007
Elberfelder Einheits-Volxluther in guter Sprache
Bibelübersetzungen sind mal mehr und mal weniger flüssig zu lesen. Sie sind mal mehr und mal weniger verständlich. Beispiel: der kleine griechische Imperativ metanoeíte aus Matthäus 3,2. Was machen bekannte deutsche Übersetzungen daraus im Deutschen?
- Das altertümlich wirkende „Tut Buße“ von Elberfelder 2006 und Luther 1984 ist vermutlich nicht mehr allgemein verständlich, jedenfalls nicht mehr gebräuchlich (auch wenn das „Bußgeld“ bekannt sein dürfte – das griechische Wort meint aber eben nicht das Ableisten einer ein- oder mehrmaligen Strafe für eine Verfehlung, sondern eine grundlegende Verhaltens- und Einstellungsänderung).Insgesamt gesehen erscheint mir hier die Übersetzung der Guten Nachricht („Ändert euer Leben!“) eindeutig am überzeugendsten und verständlichsten.
- Auch das knappe „Kehrt um!“ der Einheitsübersetzung und der Bibel in gerechter Sprache erscheint nicht vollständig selbsterklärend.
- Die zu ausgebreitet explizierte Fassung der Volxbibel („Lebt nicht weiter so wie bisher! Rennt nicht in euren Untergang. Schlagt einen neuen Weg ein…!“) fällt schon allein dadurch aus dem Rahmen, dass ein einziges griechisches Wort mit 16 (!) deutschen übersetzt wird. Die Volxbibel kommt auch nicht richtig „auf den Punkt“, sondern entwertet eine knappe Aufforderung durch weitschweifende Umschreibungen (der „Untergang“ etwa ist vielleicht durch andere Stellen, aber nicht durch die vorliegende gedeckt).
Sonntag, 5. August 2007
... und sät und sät und sät

Heute war ich wieder einmal zu Gast in der benachbarten EFG Rheda. Mein Predigtthema war das Gleichnis vom Sämann bzw. von den vier Ackerböden. Die Situation, in der Jesus es erzählt, ist bezeichnend:
Die Jünger fühlten sich gerade wie auf einer perfekten Welle des Erfolges: Jesus hatte Kranke geheilt und durch Taten und Worte Eindruck gemacht. Er war das Gesprächsthema! Jetzt war schon eine Menschentraube hinter ihm, sobald er nur aus dem Haus ging. Als er sich ans Ufer des Sees setzen wollte, um zu lehren, drängten sich die Menschenmassen so um ihn, dass er in ein Boot steigen und im Hafen von Kapernaum vom Boot aus predigen musste. So konnte man ihn besser sehen und hören. Die Jünger dachten wahrscheinlich stolz: „So ein Zulauf! Jetzt geht es los. So viele wollen unseren Meister hören!“ Und Jesus – der müsste diese Vorlage verwandeln, die Menschenmasse begeistern, endgültig für sich gewinnen.
„Unsere Zeit ist gekommen! Immer mehr Hörer! Immer mehr Nachfolger! Jetzt geht’s los! It’s Showtime! Leg los, Jesus! Versprüh dein rhetorisches Feuerwerk, zeig, was du kannst!“Doch was macht Jesus? Verdeutlicht in einem Gleichnis, dass Gottes Reich nicht da ist, wo sein Wort gehört wird, sondern da, wo es umgesetzt, gelebt wird! Zwei Fragen, die wir heute haben können, werden durch die illustrierende Geschichte vom Sämann beantwortet: "Warum reagieren Menschen so unterschiedlich auf Gottes Reden, auf unser Reden über Gott?" und: "Warum entwickeln Christen sich so unterschiedlich weiter?" Zum Gottesdienstzettel geht es hier entlang.
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