Sonntag, 18. März 2012

Aufräumen geht weiter

Zwei nette Menschen haben mir ein tolles Buch geschenkt: Die Kunst, aufzuräumen. Volltreffer! Das ist der dritte Band des Schweizer Künstlers Ursus Wehrli, der seine Leidenschaft auslebt, Kunstwerke auszuräumen. In diesem Band räumt er weniger Kunstwerke auf als Alltagsgegenstände und -situationen, etwa den Wiener U-Bahn-Plan, ein Bällebad, einen Weihnachtsbaum, eine Müslischale und den Sternenhimmel. Eine Kostprobe seines Könnens (inkl. einer aufgeräumten, live vorgetragenen Version von Goethes Heidenröslein) gibt es hier.

Das Kunstwerk "could still benefit from more discipline“, begründet er in einem genialen Film, in dem er auf Englisch seine besten Ideen präsentiert, seinen Ansatz.

Bereits seine ersten Bücher Kunst aufräumen und Noch mehr Kunst aufräumen haben mir jeweils mindestens drei Tage gute Laune beschert und immer wieder ein Dauerlächeln, wenn ich die Bücher noch mal hervorkrame. (Nicht zuletzt hat mich dieser spannende Kerl auch zu einer ungewohnten Auslegung des 37. Psalms inspiriert.)

Conrads Weisheit 22


ConJac: "Ich bin mein Papa Freund."

Samstag, 10. März 2012

ZS neu

Teil 2 der Auslegung von Psalm 23 ist erschienen, Teil 1 findet sich hier.

Das Bild eines von einem guten Hirten bestens versorgten und geschützten Schafes steht wohl jedem vor Augen, wenn er an den 23. Psalm denkt. Der ist nämlich weithin bekannt für die einprägsame Darstellung der Geborgenheit gläubiger Menschen bei Gott. Ab Vers 5 wechselt David aber offensichtlich das Bild, dann wird Gott erkennbar als königlicher Gastgeber beschrieben.

Zeit & Schrift, in der regelmäßig Artikel von mir erscheinen, hat sich ein neues, buntes Erscheinungsbild gegeben. Toll! Das macht viel aus! (Bestelladresse - Zusendung ist kostenlos -: mail@zs-online.de).

Sonntag, 4. März 2012

Pause

Montag bis Freitag war ich Gast im Haus der Stille des Benediktinerklosters (Abtei Königsmünster) in Meschede. Fast fünf Tage Ruhe, Zeit zum ausgiebigen Lesen, Nachdenken, Spazierengehen und Schlafen.




Oft war ich auch bei den Stundengebeten der Mönche dabei (nein, morgens um halb sechs nicht, aber ab Mittag). Das hatte ich „live“ noch nie gehört und erlebt – im Lauf einer Woche werden alle Psalmen in einer eigens erstellten, kraftvollen deutschen Übersetzung gesungen. Wenn man sich ein wenig auf den sehr eigenen, meditativen gregorianischen Gesang einlässt, kann einen der Psalmgesang richtig „mitnehmen“. Ein paar Zeilen hängen mir seitdem im Ohr… Das war eine gute Auszeit!

Sonntag, 26. Februar 2012

Für immer




Freitag war ich für ein paar Stunden in Köln - und habe mir eine Sache mal näher angeschaut, die man vom Zug aus bereits entdecken kann: die Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke. Über 40.000 Schlösser sollen bereits an der Brücke hängen. Verliebte lassen sich ein Vorhängeschloss mit ihren Namen gravieren, hängen das Schloss an das Brückengeländer und werfen den Schlüssel als Zeichen ewiger Verbundenheit in den Rhein. Wikipedia weiß mehr darüber.

Montag, 20. Februar 2012

Willy Brandt ans Fenster



Letzten Donnerstag war ich dienstlich kurz in Erfurt. Leider hatte ich, da ich am gleichen Tag an- und abreiste, keine Zeit für einen Stadtrundgang. Immerhin konnte ich einen Blick auf einen geschichtsträchtigen Ort erhaschen: 1970 zeigte sich hier der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt am Fenster seines Hotels, als die Menge laut „Willy Brandt ans Fenster“ skandierte. „Sympathiebekundungen für den Regierungschef der Bundesrepublik und gesamtdeutsches Nationalgefühl – so hatte sich die SED-Führung das erste deutsch-deutsche Spitzentreffen auf eigenem Boden nicht vorgestellt.“ Willy Brandt zählte diese Situation später zu den emotionalsten seines Lebens. (Mehr zu dem hochspannenden Vorgängen und Hintergründen auf den Seiten der Stadt; beim Spiegel oder der Zeit).

[Nachweis des s/w-Bildes]

Mittwoch, 15. Februar 2012

Visualisierte Verständnishilfe


Klicktipp: der Graphitti-Blog, Motto: Die Welt erklärt in überwiegend lustigen Grafiken. (Etwas schwer zu sehen: unten auf der Seite geht es jeweils mit "ältere Einträge" weiter).

Dienstag, 14. Februar 2012

Wat 'ne schöne Stadt :-)

Der Gütersloher Künstler Oliver Fleger (im Brotberuf im Miele-Designteam tätig) hat prägnante Motive der Dalkestadt festgehalten. Der Wasserturm, das stiftische Gymnasium, die St. Pankratius-Kirche, der Kirchring...
Es gibt doch einige Sehenswürdigkeiten.





Die Bilder sind bis Ende April im Foyer des Katharina-Luther-Hauses ausgestellt.

Montag, 13. Februar 2012

Grill - gut

Anlässlich meines Geburtstages haben wir am WE schön den Grill angeschmissen - von hinten wärmte zusätzlich eine Feuerschale. Nach einem halben Jahr Pause schmeckt Grillgut richtig lecker!
Jetzt haben wir wieder alle Wintergeburtstage durch (von Okt. bis Febr. jeden Monat einen).

Samstag, 28. Januar 2012

begrünte Heimat der daheimgebliebenen Vögel


Das Vogelfutter hat wohl zuviel Regen abbekommen...

Kunst im Altbau


Die Künstlerin Tinka Bechert hat anlässlich des 200. Geburtstages ihres Ururgroßvaters, des Ägyptologen Karl Richard Lepsius, das ohnehin schon imposante Gebäude der Berlin-Brandenburgischen Akademie (hatte diese Woche da eine Sitzung) mit einer Rauminstallation verschönert. Schon schön, oder?

Montag, 23. Januar 2012

Montag, 16. Januar 2012

Rumgewullfe

Man denkt, es sei schon alles gesagt zum Thema Wulff - und dann liest man das hier.
Harald Welzer beschreibt, warum er es nicht erträgt, wenn "der Bundespräsident aus der Rolle fällt". Köstlich! Treffend!

Samstag, 7. Januar 2012

Conrads Weisheit 1


Nach den Erfolgen von Lottes Weisheit und Kathis Weisheit heute die Premiere: Conrads erste Weisheit!

Mama: Conrad, welche Farbe hat die Sonne?
Conrad: ?
Mama: ge...
Conrad: ...lb.
Mama: Und die Wiese?
Conrad: Grün!
Mama: Und das Wasser ist ...
Conrad: Teuer!

Sonntag, 1. Januar 2012

Der König der Psalmen

Neu erschienen ist die überarbeitete Version einer Predigt aus dem Juli letzten Jahres über Psalm 23. Genauer gesagt: Teil 1, der Schluss folgt in zwei Monaten. Auf die Predigt bekam ich damals ermutigendes Feedback ("es kam mir vor, als hätte ich den Psalm vorher noch nie gehört..." / "Bei dir kann man sich ganz viel merken..."), so dass ich motiviert war, die Gedanken noch einmal durchzugehen und zu verschriftlichen.
Doppeldeutiger Titel des Artikels: "Der König der Psalmen". Einerseits, weil der 23. Psalm für viele die "Krönung" der Psalmen darstellt, andererseits, weil er sich um den König des Königs David dreht ("Hirte" wird hier als Bild für den König eingesetzt, ein guter König muss nämlich wie ein guter Hirte sein Volk führen und leiten, aber auch schützen und versorgen).
Im Gegensatz zum Werbeslogan der König-Brauerei ("Das König der Biere") ist der Titel wenigstens auch sprachlich korrekt ...

Bloggen

"Was hat mir Spaß gemacht, als ich zehn Jahre alt war? Ich habe Zitate aus Büchern abgeschrieben oder coole Sachen aus Magazinen ausgeschnitten und in Hefte geklebt. Genau das mache ich jetzt in meinem Blog, das ist die Erwachsenenversion."

[Gretchen Rubin in DIE ZEIT vom 29. Dezember 2011, S. 38.]

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Geschafft und abgehakt!



Jetzt habe ich die drei Dinge, die ein Mann angeblich im Leben tun soll, erledigt. Eine Kollegin aus Minden vermachte mir zwei Birken und eine Eberesche, die seit letzter Woche unseren Garten zieren.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Häusle baue




Vor zwei Wochen feierten wir Kathis Geburtstag nach - zur Belustigung der Runde bauten wir Lebkuchenhäuser eines schwedischen Möbelhauses auf. Ganz ohne Imbusschlüssel!

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Emil Noldes religiöse Bilder



Beim Durchblättern des Magazins chrismon (liegt der ZEIT bei) stolperte ich über ein Bild, das Adam und Eva zeigte - aus der Perspektive von Emil Nolde. Der Bericht über die Ausstellung seiner religiösen Bilder in der Berliner Dependance der Nolde-Stiftung machte mich neugierig.
Letzte Woche habe ich es während eines dreitägigen Berlinaufenthaltes knapp geschafft, die Ausstellung zu besuchen. Ich muss sagen, es sind einige faszinierende Bilder dabei. Ich bin kein großer Kunst-Fachmann, aber einige der Bilder (hier noch abgebildet: Jesus und die Schriftgelehrten) sprechen mich wirklich an. Ein Besuch lohnt sich, auch der Katalog ist hinreißend und informativ.