Sonntag, 29. August 2010

Zweite Liga


Mit den großen Mädels war ich eben im Heidewaldstadion beim Spiel FSV gegen HSV II - immerhin zweite Liga und mit Kristina Gessat war auch eine waschechte Nationalspielerin vertreten. Insgesamt ein schönes, flottes Spiel mit einigen tollen Chancen. Leider gab es zum Schluss dennoch eine unverdiente Niederlage; obwohl "unsere" Heimmannschaft klar besser war, unterlag sie mit 1:2.

Hübsch anachronistisch die manuelle Torstandsanzeige: nach jedem Treffen trottete ein Helfer zur Tafel, kramte die nächste Zahl heraus und schob sie gemächlich in die Halterung ...

Sonntag, 8. August 2010

Warum Romanhelden reisen


In der wunderschön sortierten Eckart Buchhandlung (Kökerstraße, demnächst Münsterstraße) bin ich auf ein kleines Buch von Alex Capus gestoßen: Beim nächsten Buch wird alles anders. Es enthält "acht Erzählungen über die Freuden und Leiden des Schriftstellerlebens".
Schön fand ich seine Erklärung, warum Autoren ihre Helden so oft auf Reisen schicken. Er bezweifelt nämlich, dass die Reise an sich im Mittelpunkt steht: "Dramaturgisch dient die Reise einem einzigen Zweck: den Helden zu isolieren, damit ihm im entscheidenden Augenblick nicht die Putzfrau in die Parade fährt oder die Schwiegermutter ihn zum Essen einlädt. Auf Reisen tritt der Held auf wie unter Laborbedingungen, auf einer kleinen, überschaubaren Bühne, mit einer überschaubaren Anzahl von Akteuren und meist mit einem gradlinigen, überschaubaren Ziel. [...] Und die Reise selbst? Ist nur Staffage. Sie dient lediglich dazu, Lord Jims Oma und Michel Strogoffs Lateinlehrer zuverlässig aus der Geschichte fernzuhalten. Das ist auch der Grund, warum der Tod auf dem Nil stattfindet und Hercule Poirot den Orientexpress immer weiterfahren und ja nicht anhalten lassen möchte: Damit kein Mordverdächtiger aus- und kein Unschuldiger zusteigen kann. Die Reise gibt dem Helden und seinem Autor maximale Ellbogenfreiheit, sonst nichts. Das ist zwar viel, aber auch schon alles."

Samstag, 7. August 2010

Katechismus Reloaded


Ihr Rücktritt hat die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, noch beliebter gemacht: U.a. war sie zweimal auf dem Titel des SPIEGELS, aktuell findet man sie auf dem Cover des SZ-Magazins.
Interessant fand ich sie vorher schon als Persönlichkeit, von ihrem Rücktritt war ich auch ziemlich beeindruckt. Umso neugieriger habe ich mir jetzt auch zwei aktuelle Bücher von ihr besorgt. In einer Reihe „Einfach Evangelisch“ greift sie auf Luthers Kleinen Katechismus zurück und ergänzt die alten großen Worte zu den Zehn Geboten, dem Vaterunser, dem Glaubensbekenntnis sowie zur Taufe und zum Abendmahl mit aktuellen Bezügen. Die ersten beiden Bände sind bereits auf dem Markt und bestechen durch ein ungewöhnliches Format, einen kreativen Satz und einem selten gewordenen Ganzleineneinband mit Prägung.

Inhaltlich war ich ehrlich gesagt aber ein wenig enttäuscht. Ihre allzu knappen Kommentare sind doch ein wenig dünne, alles bleibt etwas vage und im Ungefähren. Ich hätte mehr Substanz erwartet. Das gilt schon rein quantitativ: Käßmanns eigene Textanteile an den bislang erschienenen Bänden ließen sich, jede Wette, ohne Kürzung auf einer Seite der FAZ unterbringen. Und da ist ja auch noch der stolze Preis von je 12,90 € …

Freitag, 6. August 2010

Mittwoch, 4. August 2010

Kathis Weisheit 34

[In der Siedlung kurvt ein Lautsprecherwagen des Roten Kreuzes herum, der lautstark dazu auffordert, beim Elisabeth-Hospital Blut zu spenden und so urlaubsbedingte Engpässe zu überbrücken.]

Kathi: Papa, gibt es Blutspinnen wirklich?