Montag, 28. Februar 2011

Guttenzwerg

Wenn ich groß bin, werde ich Politiker. Die Debatte um Dr. strg. c. Guttenberg im Bundestag hat mich darin bestärkt: das hat richtig Spaß gemacht.

Man konnten die Diskussion per Livestream verfolgen, man kann auch das Protokoll im Nachhinein im Wortlaut genüsslich nachlesen (hier auf S. 10361-10370 bzw. besonders S. 10379ff; Videolinks unten). Highlights der Debatte: Oppermanns Aussage, demnächst könne sich jeder Ladendieb rausreden, er habe nur schlampig eingekauft. Trittins rethorisch glanzvolle Rede inklusive das Angriffs, Guttenberg bringe es fertig, "noch in der Geste der Demut und der Entschuldigung Arroganz zu demonstrieren", die gute Rede von Dietmar Bartsch, der das Buch "Fußnoten" [!] von Guttenbergs Großvater zitiert: "Am Ende zählt, ob einer ist, was er vorgibt", ... das war ganz großes Theater. Nur bei Karl Lauterbach (hier gucken) wusste ich nie, ob der sich selbst karikiert oder ob er wirklich immer so herumfuchtelt und seltsam spricht.


Hier gibt es - sogar in der seriösen FAZ - die besten Googleberg-Witze!

Selbst schuld, wenn man nicht die nötigen Konsequenzen ziehen möchte und sich selbst noch bei fehlender Reue als Vorbild hinstellt....

Mittwoch, 23. Februar 2011

Klingelrätsel

Es geht um die dritte von unten: Wessen Klingel habe ich da gestern in Berlin, Nähe Gendarmenmarkt, fotografiert? Der erste, der es rauskriegt, bekommt einen anständigen Milchkaffee von mir.


Ach ja, es geht nicht um Jugend für Christus.

Montag, 14. Februar 2011

Telefonterror


Für gute Laune zum Wochenbeginn: vier belgische Comedians drehen den Spieß um und lassen eine nicht sonderlich serviceorientierte Telefongesellschaft in einem imaginären Callcenter auflaufen. Dazu lassen sie sich einfach in einem Container vor den Mitarbeiterparkplatz absetzen und blockieren so die Zufahrt - ein Mobistar-Mitarbeiter versucht daher verzweifelt, die auf dem Container abgedruckte Nummer zu erreichen. Hier gefunden.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Spannender als gedacht


Gestern trat der FSV im DFB-Pokal der Frauen im Viertelfinale gegen den Erstligisten und haushohen Favoriten FFC Frankfurt an. Obwohl der mit zahlreichen Nationalspielerinnen bestückt war und die deutsche Nr. 1 im Tor hatte, konnte sich der FSV super behaupten und einige Akzente setzen. Das Spiel war seine 5 € Eintrittsgeld wirklich wert. Trotz der 4:0-Niederlage hat Gütersloh seine Haut teuer verkauft.

Lustig die Mentalitätsunterschiede zwischen Männer- und Frauenfußball - weniger auf dem Platz als beim Publikum. Während im Männerfußball jeder sofort geduzt wird, sprach eine Frau auf der Suche nach einer Trophäe die Frankfurter Torfrau mit "Liebe Frau Angerer! Dürfte ich Ihre Handschuhe haben?" an. Vermutlich wäre die gute Dame aber auch nie zu einem Männerspiel gegangen ...
Und der Würstchenstand hatte wohl nicht mit soviel Andrang gerechnet: ein müdes Dutzend Würtchen auf dem Grill und nur eine Mini-Fritteusse am Werk - da wirkte das Bemühen der Grillbude doch etwa amateurhaft.

Montag, 7. Februar 2011

hotel mama

Wer sich von der reißerischen Überschrift nicht abschrecken lässt, entdeckt hier ein aufschlussreiches Interview mit Horst Schulze, dem Gründer der Hotelkette Ritz-Carlton. Ein paar Zitate:
Ein Manager ist ohnehin jemand, der in seinem Büro sitzt und versucht, Probleme zu lösen, von denen er nichts versteht. Ein Hotel können Sie nur mit Leadership führen. Ein Manager, der einen Zigarettenstummel im Beet entdeckt, staucht den Gärtner zusammen. Ein Leader hebt den Stummel auf, wirft ihn in den Müll und fragt den Gärtner, was geschehen müsse, damit so etwas nicht wieder vorkommt.

Die meisten sagen, sie möchten sich in einem Fünfsternehaus fühlen, als kämen sie nach Hause. Forscht man genauer nach, erfährt man, dass nicht das eigene Zuhause gemeint ist, sondern das Gefühl, das man früher bei seiner Mutter hatte. Gab es ein Problem, nahm einen die Mutter in den Arm und sagte: „Ich kümmere mich darum, mein Kind, mach dir keine Sorgen, ich bin für dich da.“