Donnerstag, 22. Juli 2010

Neue Musik

Zwei Platten laufen derzeit bei mir rund:
Einerseits (nach einem Tipp von Flo) die mir bislang völlig unbekannte Band "Dante". Hier kann man reinhören, am besten gefällt mir "all my life". Die Band rockt fast wie meine Lieblingsband Dream Theater - und ähnlich wie bei DT gibt es jede Menge ewig langer Lieder, die einen zunächst über Minuten prügelnd und treibend strapazieren, bis dann der erlösende, unter die Haut gehende Refrain naht - gefolgt von erneuten heftigen Passagen. Daneben auch wunderbare melodische Balladen. Toll. Und: Warum kannte ich die vorher nicht?

Zweite Neuerscheinung: Nina Hagens neue CD "Personal Jesus" (hier reinhören). FAZ und Süddeutsche überschlagen sich vor Lob. Ich überschlage mich nicht, muss aber sagen: die 55jährige Rockröhre wirkt, wenn man nicht wüsste, wer es ist, wie eine gehaltvolle schwarze Gospellady. Was für eine Stimme!

Mittwoch, 21. Juli 2010

KOSCHER SAMMA SCHO


... heißt es im Münchener Schmock, einem jüdischen Restaurant. Und das zelebriert den stilvollen Tabubruch, wirbt etwa mit dem Slogan "DEUTSCHE! ESST BEI JUDEN!" (siehe Bild aus der Tagesschau). Und das Gästebuch der Webseite heißt "Klagen-Mauer". Das nenne ich mal unverkrampft.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Gefährliche Bibel


Die elektronische Version der Herder-Bibel kann man sich auch für's iPhone herunterladen. Man achte dabei einmal auf die Warnhinweise ...

Montag, 5. Juli 2010

gewagter Segen

Gestern erstand ich im Neues-Leben-Buchladen in Wölmersen „62 Segens-Karten“ mit biblischen Segens-Versen - zum Verschenken, zum Ziehen-lassen, zum persönlichen Zusprechen, v.a. als Anregung für Segensworte zum Abschluss eines Gottesdienstes.
Gegen ellenlange „irische Segensworte“ hatte ich immer schon gewisse Vorbehalte … da weiß ich nach 4-5 „der Herr sei dein …“ schon gar nicht mehr den Anfang. Und vor allem: das sind menschliche Worte, keine göttlichen Zusagen. Bislang hatte ich daher immer große Sympathien für biblische „Original“-Segensworte. Der klassische aaronitische Segen z.B. oder Segensworte aus den Schlusspassagen neutestamentlicher Briefe. Da kann man eine gewisse Allgemeingültigkeit und somit eine Anwendbarkeit auf uns unterstellen.
Aber welche biblischen Segensworte können wir „seriöserweise“ nutzen? Welche göttlichen Zusagen gelten auch uns? Das Kawohl-Kästchen wird beworben mit steilen Aussagen („Ganz persönlich für uns und diesen Augenblick scheint mancher Vers auf uns zu warten. […] Dann ist es ein ganz besonderes Erlebnis, ein Kärtchen aus dieser hübschen Box ziehen zu dürfen, das uns mit seiner Zusage vielleicht noch lange begleitet.“).

Aber was ist mit Zusagen, die Gott historisch direkt an ganz bestimmte Menschen richtete? „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht“ – klingt toll. Gilt das auch uns, nur weil Gott das so schön formuliert Josua zusagt (Jos 1,5)?
Am Gewagtesten fand ich folgende Segens-Karte: „Der Segen des HERRN sei mit euch! Wir segnen euch im Namen des HERRN.“ (Ps. 129,8). Klingt wunderschön , aber… – nun ja, wenn man den Psalm im Zusammenhang liest, ist der vermeintlich positive Segenszuspruch in einen negativen Kontext eingebaut: den „Hassern Zions“, also den Feinden des jüdischen Volkes, gilt eben nicht der genannte Segenszuspruch. Vielleicht kann die zweite Satzhälfte, also der Schlusssatz des Psalms, als kontrastierender Segen an das Volk Israel gedeutet werden (so macht es die Einheitsübersetzung: „Keiner, der vorübergeht, wird sagen: «Der Segen des Herrn sei mit euch.» - Wir aber segnen euch im Namen des Herrn.“) – aber alles in allem scheint mir dieses Kärtchen nicht allzu überzeugend ausgesucht zu sein. Mit dieser den Kontext ignorierenden Methode ließen sich aus dem Buch Hiob oder aus dem Prediger auch noch ganz andere Sätze als „Worte der Bibel“ herausfischen…

Sonntag, 4. Juli 2010

Kathis Weisheit 33

[Kathi liegt müde im Bett, will aber noch nicht schlafen.]

"In der Theorie habe ich Hunger, aber praktisch liege ich im Bett."