Freitag, 31. Oktober 2008

Obama TV

Der amerikanische Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat in den wichtigsten Fernsehstationen des Landes einen aufwendigen halbstündigen Werbespot geschaltet (hier ein Spiegel-Bericht, unten das Video). Das Ding ist wirklich … gänsehauterregend. Nicht nur wegen der hollywoodreifen Bilder, der gefühlvollen Musik oder Obamas angerauter Stimmlage. Ohne übertriebene Naivität: Der Typ hat echt Ausstrahlung, Charisma. Der Typ fasziniert.
Mit deutschen Polit-Akteuren könnte ich mir so ein Video nicht vorstellen. Klar hat auch die Kanzlerin einen Video-Blog, aber das ist doch was anderes… Auch Gerhard Schröder und Joschka Fischer hatten starke Momente und enorme Öffentlichkeitswirksamkeit, aber irgendwie nahm man ihnen nicht immer ab, dass es ihnen wirklich um die Sache, um die Menschen ging. Sätze wie die in Obamas Schlusspassage wären ihnen nie über die Lippen gegangen.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Fast in Luthers Bett geschlafen

Naja, so ungefähr: War vorgestern in Jena und übernachtete im Hotel Schwarzer Bär. Das wäre jetzt nicht weiter erwähnenswert, würde das Hotel nicht so geschickt storytelling betreiben: es verweist dezent darauf, dass Luther mehrfach ebenfalls dort genächtigt haben soll. Beispiel: "als er im August 1524 in Jena mit Karlstadt und seinen Anhängern zusammentraf, fand die entscheidende Aussprache im Bären statt". Am besten gefällt mir die Geschichte, die ein großes Ölbild von Otto Schwerdtgeburth in der Eingangshalle illustriert: Luther sei 1522
"auf dem Weg nach Wittenberg gewesen" und habe im Bären übernachtet und natürlich ein wenig gegessen sowie getrunken, einige Schweizer Studenten ebenfalls. "Der Reformator reiste incognito und gab sich den jungen Leuten nicht zu erkennen. Diese, so weiß die Legende, hätten am nächsten Tag nicht schlecht gestaunt, als sie in Wittenberg in ihrem Zechkumpan den berühmten Martin Luther wiedererkannten."
Da schläft man doch gleich viel besser ...

Sonntag, 19. Oktober 2008

Freitag, 17. Oktober 2008

"WWDD"


"Bewährungsprobe Alltag" - Frei nach dem Motto „WWDD“-„What would Daniel do“ - ging es am letzten Sonntag abend im Jugendgottesdienst "Knorke" um folgende Fragen: Wodurch fallen wir Christen auf? Wie gehen wir damit um, dass wir damit auffallen?
Gepredigt habe ich über das komplette Kapitel Daniel 1 (Respekt, dass alle die Predigtüberlänge so gut erduldet haben ;-): Daniel schluckt als Kriegsgefangener in Babel vieles, was ihm nicht schmeckt, aber er verweigert, was ihm schmecken würde: Fleisch und exzellenten Wein. Warum? Er zieht eine Grenze, wo sein Glauben in Gefahr steht.
Diese alte Geschichte aus dem Jahr 605 v.Chr. ist wirklich aufschlussreich - sie zeigt uns noch heute, wie es geht:
1. Kein genereller Rückzug ins fromme Ghetto!
2. Bescheid wissen, worauf es ankommt!
3. Vorher eine Entscheidung treffen!
4. Transparent leben!
5. Konsequent sein!
6. Gegenseitige Unterstützung suchen!
7. Nicht vergessen: Gott steht hinter seinen Leuten!

Die Predigt kann man hier hören und da in Auszügen lesen.

Schweriner Anblick


Mittwoch und Donnerstag war ich dienstlich in Schwerin (Anhörung im Landtag). Der Ort kommt auch auf die Liste der "muss-ich-privat-noch-mal-hin"-Orte. Wunderschön das traumhafte Schloss, das ich bisher nur vom 2-Euro-Münzenmotiv her kannte.

Dienstag, 14. Oktober 2008

CHARlotte wird 6


Lotte ist gestern 6 geworden. (So lange sind wir jetzt schon in OWL...) Achtung: ab jetzt möchte sie nur noch Charlotte gerufen werden!

Samstag, 4. Oktober 2008

Vorabendmesse


Meine Frauen sind auf Wochenendbesuch in Flammersfeld, da habe ich die Gelegenheit genutzt, bis Mittags zu schlafen, nachmittags im Barcelona stapelweise alte Zeitungen abzuarbeiten und dann - das wollte ich schon länger - eine katholische Vorabendmesse zu erleben. Also war ich heute um 18:00 Uhr in der Pankratius-Kirche in GT. Ist schon eine tolle Atmosphäre in einem "richtigen" Kirchenbau. Aber für Außenstehende und Unkundige recht schwer, zu verstehen, was man gerade machen soll. Ungewöhnlich: wie kurz eine Predigt sein kann ;-), wie "weiblich" der Gottesdienst war (das hätte ich nicht erwartet: bis auf den Priester waren alle Beteiligten für Gebet und Lesung sowie die Ministranten weiblich) und wie sehr die Gemeinde der Orgel hinterher hinken kann. Ich verstehe jetzt ein bisschen besser, wie ungewöhnlich katholisch geprägten Personen ein freikirchlich-lockerer Gottesdienst vorkommen muss.

Gemeinde-Freizeit



Ich habe noch gar nichts zur Gemeindefreizeit in Hattingen geschrieben. Letztes Wochenende waren die EFG's GT und Rheda-Wiedenbrück erstmals gemeinsam mit knapp hundert Leuten im Haus Friede "freizeiten".
Da die Fäden bei meiner holden Gattin zusammenliefen, war es natürlich ein voller Erfolg ;-) Markus Pfeil (Neues Leben, Wölnmersen) lieferte nachdenkenswerten Input, die Kinder wurden von Hannah und Sarah in ein Indianerlager entführt (Lotte war "Blau-Gelbe Feder", Kathi "Pinker Vogel") und konnten sogar ein Stockbrot-Essen im stockfinsteren Wald genießen. Ich habe zum ersten Mal seit ein paar Jahren noch mal Fußball gespielt und hatte zwei Tage Muskelkater. Aber gut war's.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

brüderbewegung.de wird 5!

Wie die Zeit vergeht ... Tatsächlich: seit mittlerweile 5 Jahren gibt es bruederbewegung.de, die Seite über deutsche Brüdergemeinden in Geschichte und Gegenwart. Gemeinsam mit Michael Schneider habe ich sie 2003 ins Leben gerufen (immerhin bin ich im Umfeld einer Brüdergemeinde aufgewachsen und habe auch einige Zeit mit einer organisationsssoziologischen Doktorarbeit über die "geschlossenen Brüder" geliebäugelt..).
Seitdem füllt sich die Seite immer weiter mit hochinteressanten Downloads, Interviews (sehr viel Wind wirbelte unser W.J. Ouweneel-Interview auf) und thematischen Übersichten. Im September 2005 kamen sogar die Anschriften aller uns bekannter Brüdergemeinden unabhängig der Ausrichtung und Gruppenzugehörigkeit hinzu - ein absolutes Novum, aber gerade bei Reisenden und Interessierten als Nachschlagemöglichkeit geschätzt!
Zu unserem kleinen Jubiläum haben uns verschiedene Personen, mit denen wir engeren Kontakt hatten (u.a. Horst Afflerbach, Klaus Brinkmann, Gerd Goldmann, Stephan Holthaus, Hartmut Jaeger, August Jung, Lothar Jung, Günther Kausemann, Volker Kessler, Eberhard Platte, Arndt Schnepper...) freundliche, aber auch teilweise konstruktiv-kritische Grußworte übermittelt.

bruederbewegung.de stellt sozusagen eine Klammer um die verschiedenen Flügel der Brüderbewegung dar. Die Seite soll auch weiterhin eine Hilfe als Nachschlagewerk, Bibliothek und neutrale, sachliche Informationsquelle sein!Weiter geht's!