Dienstag, 27. Februar 2007

Twin Krönchen


In einer leider herausgeschnittenen Szene des Films „Glauben ist Alles!“ („Keeping the faith“) aus dem Jahr 2000 betrachten Ben Stiller als Rabbi Jake Schram und Jenna Elfman als Topmanagerin Anna Reilly im New Yorker Metropolitan Museum of Art das Gemälde „Ansicht von Toledo“ von El Greco (ca. 1541-1614). Der dazugehörige Dialog ist einfach zauberhaft:

Schram: It’s beautiful!
Reilly: Wow! Oh, I love this painting, … it’s just unreal!
Schram: I think that’s the point.
Reilly: What do you mean?
Schram: It’s not real, it’s better than real. It’s not a painting of Toledo, it’s El Grecos love of Toledo expressed through a painting. [effektvolle Pause] Art is a lie that tells the truth.
Reilly: That’s beautiful!
Schram: Thank you.
Reilly: [energisch mit verdrehten Augen] Picasso said that!
Schram: Did he?

Was uns dieser Dialog zum Verständnis des nebenstehenden Bildes (habe ich im März 2002 höchstselbst in Öl verewigt) beitragen kann, mag unterschiedlich beurteilt werden. So viel sei verraten: Es trägt den Titel „Twin Krönchen“ und zeigt das Wahrzeichen meiner Geburtsstadt. Jedenfalls annähernd.

Montag, 26. Februar 2007

Dokumente zur FeG-Geschichte


Das ist bisher total an mir vorbeigegangen: Der Bundes-Verlag hat unter dem Titel Lebendige FeG-Geschichte (hier eine Bestellmöglichkeit, aber nicht unbedingt mehr Infos) eine CD-ROM mit scans von historischen Dokumenten zur Entwicklung der Freien evangelischen Gemeinden in Deutschland herausgegeben. Insgesamt umfasst die CD ca. 4000 Seiten und 70 historische Fotos. U.a. sind enthalten: Konrad Bussemers "Die Gemeinde Jesu Christi" in den ersten beiden Auflagen, H. H. Grafes "Lebenszeichen oder Selbststudien in Form eines Tagebuches" und weitere Klassiker, z.B. von Friedrich Fries, Bertha Polnick, Friedrich Kaiser, Wilhelm Wöhrle... Empfehlenswert!

Noch schöner wäre es natürlich, wenn eine traditionsreiche Freikirche wie der Bund der FeG solche Dokumente direkt auf ihrer Internetpräsenz vorhalten könnte, zusammen mit einer etwas umfassenderen Darstellung der eigenen Geschichte ... (die Kurzbiografien bedeutender FeGler, hier im google-Cache, sind offenkundig auch wieder offline?)

Sonntag, 25. Februar 2007

Schibboleth: trennender Stacheldraht


Das hebräische Wort „Schibboleth“ findet sich im Alten Testament in einer unschönen, recht brutalen und nicht gerade kinderbibelkompatiblen Geschichte (Richter 12): Die Gileaditer ließen während eines Bruderkrieges an einer Furt des Jordan alle Vorbeikommenden das Wort „Schibboleth“ (hebr. für Ähre oder Strom / Strömung) aussprechen. Da die feindlichen Ephraimiter das Kennwort dialektgeprägt „Sibboleth“ aussprachen, konnten sie leicht herausgefiltert werden. 42.000 Ephraimiter wurden auf diese Weise als solche identifiziert und an Ort und Stelle grausam umgebracht.
Im übertragenen Sinne steht „Schibboleth“ heute etwas zivilisierter für Erkennungszeichen, Losungswort, Merkmal. Christian Pestel (EFG Crailsheim) liefert hier eine humorvolle, äußerst lesenswerte Definition mit Blick auf konkurrierende kirchliche Prägungen oder Strömungen.

Samstag, 24. Februar 2007

Los geht's

Mit diesem blog hinterlasse ich nun auch meinen winzig kleinen Fußabdruck in der unermesslich großen Welt des Internets. Ich entnehme anderen privaten Internetseiten häufig gute Anregungen oder hilfreiche Inhalte – vielleicht bieten auch diese Seiten dem einen oder anderen Besucher ein paar interessante Ecken.