Mittwoch, 22. April 2009

Elija und Elischa auf Abschiedstour

Letzten Sonntag habe ich in der Nachbargemeinde, der EFG Rheda, über 2. Könige 2 gepredigt. Nach seiner Propheten-Berufung wird Elischa bei Elija über Jahre in der zweiten Reihe vorbereitet für seine Zeit in vorderster Front. Doch dann signalisiert Gott dem alten Elija, dass er ihn zu sich holen wird (neben Henoch und Jesus die einzige Entrückung!). Elischa geht den letzten Weg (eine Art Abschiedstour durch verschiedene bedeutende Wirkungsstätten) mit seinem Mentor, da ist er sehr anhänglich. Der große Prophet, sein Ersatzvater, hat ihn schließlich tief geprägt.
Als Elischa kurz vor Elijas spektakulärer Himmelfahrt mit einem Wagen aus Feuer einen letzten Wunsch freihat, wünscht er sich nur eins: ein ähnlich gesegnetes Leben führen zu können wie sein Vorgänger; er wünscht sich dessen geistliche Kraft. Elischas Wunsch richtet sich damit eigentlich nicht an Elija, sondern an Gott.

Die Geschichte hat mich daran erinnert: Gottes Kraft erleben wir im Einsatz für ihn oder gar nicht. Apg 5,32: Die „Kraft von oben“ (Lk 24,49) ist für die reserviert, die für Gott leben, die in Gottes Auftrag die Geistesgaben, die Geisteskraft einsetzen für Gottes Zwecke, im Dienst für andere. Die Gabe des Heiligen Geistes ist immer verbunden mit einer Aufgabe.

P.S.: Was mich gefreut hat: zwei nette Menschen sagten mir nachher, sie würden am liebsten direkt weiter lesen, wie es mit Elischa weitergeht. Genau: Gerade das Alte Testament steckt voller toller Geschichten, die (wieder) entdeckt werden wollen…

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