Mittwoch, 29. April 2015
Drei Lebenssituation
Bei jeder Predigt gibt es ein Grundproblem: Man weiß nie ganz genau, was die Anwesenden gerade brauchen. Bzw. man weiß: die brauchen sehr verschiedene Impulse. Die Erwartungen und Bedürfnisse in den Reihen sind sehr, sehr unterschiedlich. Der eine wünscht sich im Gottesdienst Streicheleinheiten von Gott, das Gefühl der Geborgenheit., will spüren, dass Gott ihn gern hat – der andere bräuchte eigentlich eher einen Tritt in den Hintern. Der eine bräuchte Trost und Ermutigung – der andere einfach nur Raum und Gelegenheit, von Gott klar und deutlich Hilfe zu erbitten, sein Eingreifen zu fordern. Andere wiederum würden am liebsten eine Stunde lang Gott nur loben und danken, weil sie gerade etwas Tolles mit ihm erlebt haben.
Wie soll man diese Bedürfnisse alle unter einen Hut kriegen? Es gibt einen Psalm, ein altes Lied, ein altes Gebet, das tatsächlich alle diese verschiedenen Situationen und Lebenslagen in sich vereint und abbildet. Psalm 30 ist sozusagen die eierlegende Wollmilchsau unter den Psalmen. Der Psalm 30 passt perfekt für die, die sicher sind, alles im Griff zu haben; die, die mitten in einer Krise stecken und die, die gerade einen Neuanfang genießen. Drei Zeitebenen im Psalm skizzieren drei Lebenssituationen. Diese drei Lebenssituationen, die der Psalm schildert, halten uns den Spiegel vor.
Mehr von meiner letzten Predigt ist hier zu lesen / zu hören.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen