Aufgrund des Bahnstreiks und seiner Nachwehen musste ich in den letzten Tagen für eine Dienstreise auf einen Mietwagen umsteigen. Gestern ließ ich mich - nach Rückgabe des Mietwagens - zum Gemeindezentrum der EFG bringen, dort stand noch mein Fahrrad. "Westfalenweg 1, was ist das?" Fragte der Taxifahrer. "Ach, eine Gemeinde? Ja, genau, da ist doch diese freigeistige Gemeinde!"
Auch nicht schlecht - EFG = Evangelisch-Freigeistige Gemeinde. Zum Glück ist der neue Gemeindeflyer im Druck ;-)
Samstag, 27. Oktober 2007
Montag, 22. Oktober 2007
"Meine" Gebärdendolmetscherin und ich

Auch wenn ich normalerweise nur „privates“ im blog poste, diesen Hinweis kann ich mir nicht verkneifen: Das WDR-Fernsehen brachte gestern ein besonderes 15-Sekunden-Zitat von mir. Klickt man hier (Zeitleiste ungefähr bei 25 min.) rechts unten auf das Handsymbol, kann man mich „gebärdengedolmetscht“ sehen ... Diese Ehre hatte ich auch noch nie ;-)
[Nachtrag 27.10.: das Video scheint online nicht mehr verfügbar zu sein.]
Donnerstag, 18. Oktober 2007
Prioritäten klarzurren
Die EEAA, die Akkreditierungsvereinigung europäischer evangelikaler Ausbildungsstätten (u.a. sind von deutscher Seite die Bibelschulen Brake und Wiedenest, das Neues Leben Seminar Wölmersen und das theologische Seminar Erwersbach Mitglied), hatte vor ein paar Wochen angefragt, ob ich nicht bei ihnen im Vorstand mitarbeiten könnte. So gerne ich Rom und andere europäischen Städte kennen gelernt hätte und auf europäischer Ebene das Thema theologische Ausbildung verfolgt und mitgestaltet hätte – was nicht geht, geht nicht. Ich habe heute leider absagen müssen.
Die Lebensweisheit, die Andreas Mankel vor einigen Monaten in einer Predigt in der FeG Bonn zitierte, finde ich bedenkenswert: “Wen der Teufel nicht stoppen kann, den treibt er an”. Deswegen ist es bei übervollem Terminkalender einfach notwendig, Prioritäten zu setzen. Und nach Familie und Job sind das bei mir derzeit bewusst folgende: Mitarbeit in der Gemeinde vor Ort, mit Michael Schneider Koordination der Seite bruederbewegung.de, ab und zu Schreiben von Artikeln oder Gastpredigten in benachbarten Gemeinden, dazu noch die Tätigkeit im Beirat der FTA. Ich denke, das ist schon mehr als genug.
Hm. Spaß macht das aber nicht, sich gegen etwas entscheiden zu müssen. Genug Sachen habe ich ja bereits aufgegeben, obwohl sie mir viel bedeuteten (Musik im Gottesdienst, one-Leitungsteam, Promotion). Aber es geht nicht darum, möglichst viel zu machen, sondern das Richtige zu machen. Oder?
Eine Sache überlege ich aber, rückgängig zu machen (nein, nicht die Checkpointleitung ;-): jetzt, wo die gute alte FAZ sich so aufgemotzt hat, könnte ich mir den Luxus und die Entspannung wieder gönnen, dieses Qualitätsblatt, über das man sich hervorragend ärgern kann, wieder täglich zu beziehen. Das ist entspannend und regt das Hirn an.
Prediger 3: Für alles gibt es eine bestimmte Stunde. Und für jedes Vorhaben unter dem Himmel gibt es eine Zeit: […] 5 Zeit fürs Steinewerfen und Zeit fürs Steinesammeln.
Montag, 15. Oktober 2007
Selbstannahme verweigert?
Gestern habe ich (auf Basis einer Korke-Predigt) in der EFG Rheda-WB zum Thema "Selbstannahme zwischen Selbstüberschätzung und Minderwertigkeitsgefühlen" "referiert" (um mit der Neuen Westfälischen zu sprechen). Wer bin ich, wenn ich allein vor dem Spiegel stehe? Wenn ich mir die Mühe mache, genau hinzusehen: Gefällt mir, was ich sehe? Nehme ich mich selbst an?
Meine Hauptpunkte gibt es hier zum Nachlesen. Nebenbei gesagt: ich bin immer wieder überrascht, dass bei jedem Besuch in Rheda irgendetwas verändert und weiterentwickelt wurde. Jetzt z.B. wurde ein neues E-Piano angeschafft, die Außenwerbung neu gestaltet, eine Jugend gestartet ... Diese Dynamik ist echt cool ...

P.S.: Das war - kleines Jubiläum - übrigens meine 25. Predigt ;-) Habe mich selbst ein wenig gewundert, immerhin predige ich erst seit 3 Jahren "nebenbei".
“Ja, Spiegel, du bist ehrlich zu mir. Du zeigst mir alles. Du zeigst mich so, wie ich bin. Ich weiß nicht, bist du mein Feind oder bin ich das selbst?“("Linda" in einem Theaterstück, das Sofie R. für den Godi geschrieben hat).
Meine Hauptpunkte gibt es hier zum Nachlesen. Nebenbei gesagt: ich bin immer wieder überrascht, dass bei jedem Besuch in Rheda irgendetwas verändert und weiterentwickelt wurde. Jetzt z.B. wurde ein neues E-Piano angeschafft, die Außenwerbung neu gestaltet, eine Jugend gestartet ... Diese Dynamik ist echt cool ...
P.S.: Das war - kleines Jubiläum - übrigens meine 25. Predigt ;-) Habe mich selbst ein wenig gewundert, immerhin predige ich erst seit 3 Jahren "nebenbei".
Freitag, 12. Oktober 2007
There's a Kur for the pain
Meine Frauen waren für drei Wochen zu einer Mutter-Kind-Kur in der Strandrobbe in Cuxhaven. In der letzten Woche bin ich auch dazugestoßen, jedoch - da hatte ich keine Wahl - in einem separaten Appartement. So hatte ich wenigstens ruhige Nächte ;-)
Leider hatte Katharina zwischendurch eine Lungenentzündung, nach der sie nicht mehr so einfach in die Kinderbetreuung gegangen ist. Ansonsten gab es viel Programm für die Kinder, viel zu sporteln für Steffi (Walken, Wattwanderungen…) und eine kleine Auszeit für alle. Drachensteigenlassen (zumindest der Versuch…), nett einen Kaffee trinken, gemütlich im „Leuchtfeuer“ sitzen … Ist schon ganz nett an der Nordseeküste.
Mittwoch, 10. Oktober 2007
Fragen über Fragen
Als „Ehemaliger“ war ich „Gastreferent“ (so schnell kann es gehen…) beim letzten Knorke, unserem Jugendgottesdienst. in der Predigt ging es darum, dass der Glaube von verschiedenen Seiten in Frage gestellt wird; auch Glaubenden können Zweifel kommen. Das ist nicht nur schlecht: Kritische Fragen tragen dazu bei, einen stabilen persönlichen Glauben zu finden. Vier Gedankenanstöße standen beim Knorke im Mittelpunkt:
1) Sprich deine Fragen offen an! (Der Glaube ist erklärungsbedürftig.)
2) Stell dich Gottes Fragen! (Glaube ist nicht die Auseinandersetzung mit theoretischen Fragen, sondern die Klärung deiner Beziehung zu Gott.)
3) Entscheide dich, zu glauben! (wir können uns entscheiden, Gott und der Bibel einen Vertrauensvorschuss zu geben, dann können wir erleben, ob was dran ist)
4) Entwickle stabile Überzeugungen! (Glauben heißt glauben, nicht wissen. Aber man sollte wissen, was man glaubt.)
Hier gibt es den Knorke-Zip mit den Kerngedanken der Predigt, hier wahlweise auch als mp3-File zum Anhören. Nach dem Knorke konnte jeder Besucher kostenlos ein Exemplar von Werner Gitts „Fragen, die immer wieder gestellt werden“ mitnehmen.
Leider mussten wir Azibit und Jzibit aus one und der Gemeinde und der Stadt und überhaupt verabschieden, da sie in Ewersbach Wiedenest [Jana, Danke für die Korrektur, war wohl schon spät] eine theologische Ausbildung machen. Das ist gar nicht gut – für uns. Aber wenn Gott die besseren Argumente hat, was will man machen …
P.S.: Gegendarstellung. Vereinzelt wurde in der Vergangenheit als falsche Tatsachenbehauptung das jüngste Gerücht gestreut, ein gewisser „Uzibit“ würde die Nachfolge von Azibit als Checkpointleiter antreten. Hierzu stelle ich fest: Ein solche Vereinbarung existiert nicht.
[Danke an Christian für die Fotos]
Montag, 1. Oktober 2007
Abschiedsvorlesung

Dieser Hinweis aus SpiegelOnline hat mich beeindruckt: Professor Randy Pausch wurde von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh zur "last lecture" eingeladen. Eine „last lecture“ (Abschiedsvorlesung) ist traditionell eine aus der Reihe fallende Vorlesung, in der bekannte Menschen „darüber philosophieren, was sie ihren Studenten als Ratschläge hinterlassen würden, wenn das ihre letzte Vorlesung wäre“.
Da in Pauschs Leber zehn Tumore nachgewiesen worden sind - unheilbar -, war die Vorlesung wohl wirklich eine seiner letzten.
Unglaublich gelassen und geistreich reflektiert er seinen Lebensweg. Mit einer Leichtigkeit, die man selten sieht, unterhält er sein Publikum mit seinen Lebenserfahrungen. Beeindruckend, wie die Zuhörer an seinen Lippen hängen – lachend, nachdenklich, berührt. Und ein Geburtstagsständchen für seine Frau packt er auch noch rein...
Angucken! Nachlesen ist auch möglich, aber nicht halb so beeindruckend.
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