Dienstag, 24. April 2007

Tätowierter Pastor

Spannende Diskussion bei Simon: Sein Pastor hat sich ein Kreuz tätowieren lassen. Aus diesem Grund haben einige Familien angekündigt, die Gemeinde zu verlassen. Zu Recht? Am Motiv kann es jedenfalls nicht liegen ...

Donnerstag, 19. April 2007

"Auslauf"


Dieses Schild habe ich vor einem Bärengehege des Tierparks Olderdissen entdeckt. Der Text soll erklären, warum die Bärin Alma auch nach der Befreiung aus zu engen Verhältnissen ständig im Kreis läuft. Irgendwie muss ich dabei an Menschen denken, die nach Jahren den Absprung aus einer rigiden, engen Glaubensgemeinschaft gefunden haben. Die können manchmal die gewonnene Freiheit auch nicht recht genießen und bleiben in alten Mustern stecken – oder im dauerhaften Kampf gegen die Muster der Vergangenheit.

Psalm 31, Vers 9 „Du stellst meine Füße auf weiten Raum."
Psalm 18,20: „Er führte mich heraus in die Weite, er befreite mich.“

Sonntag, 8. April 2007

Gemischte Gefühle


Die Jesus-Jünger warten gespannt vor Jesu Grab. Sie singen zuerst leise, dann immer lauter Lieder. Reden über Jesu Wunder, seine Taten. Es spricht sich spätestens am zweiten Tag herum, dass sie tatsächlich glauben, dass Jesus nicht tot bleibt. Die römischen Bewacher lachen: „Glaubt ihr an Gespenster?“. Doch weitere Neugierige werden angesteckt von der Aufregung der Wartenden, von der Fröhlichkeit der Lieder. Am dritten Tag wird den Bewachern langsam mulmig. Sie sichern das Grab jetzt auch vom „Innenausgang“ her. Sie holen Verstärkung. Auf einmal wird der laute Gesang, das aufgeregte Reden übertönt: Der Boden bebt. Die Soldaten werden bleich. Die Jünger kreischen! Ein Engel tritt auf. Wälzt den Stein weg. Die römischen Soldaten sterben fast vor Angst! Gebannt starrt die Menge auf die geöffnete Gruft! Kommt jetzt Jesus unter dem Applaus der Menschenmasse aus dem Dunklen heraus? Die Menge schreit vor Freude! …

Die Ostergeschichte hätte, wenn die Jünger Jesus zugehört und ernst genommen hätten, eigentlich so verlaufen müssen. Doch keiner wartete auf Jesu Auferstehung. Keiner rechnete damit. Totenstille vor dem Grab. Keine gespannte Erwartung. Keine freudige Erregung. Keine erwartungsvollen Menschenmassen. Die nichtsahnenden Soldaten und zwei, drei Frauen, die Abschied von Jesus nehmen wollen, werden vollkommen überrumpelt. Erschrecken, Angst und Entsetzen entwickeln sich nach und nach zu Freude und Anbetung. Aus Verwirrung, Verwunderung, Skepsis und Zweifel wird langsam Staunen und Glauben. Hier ein Versuch, die vertraute Ostergeschichte neu anzupacken, damit sie uns überhaupt wieder packt, herausfordert zu einer Reaktion.
[Bildnachweis]

Sonntag, 1. April 2007

Blasen am Zeigefinger


Da habe ich noch jahrelanger Pause (nur unterbrochen durch ein Ständchen auf Daniel & Janas Hochzeit) tatsächlich noch mal die dicken Saiten gezupft, und zwar als Aushilfsbassist für ein paar Lieder unseres Jugendgottesdienstes „knorke“. Hat mir Spaß gemacht, v.a. da Michael ein wirklich beeindruckender Schlagzeuger ist. Leider war der Sound im Gottesdienst nicht so gut wie beim Soundcheck, da ist man dann doch sehr technikabhängig :-( Ich meine, Gitarristen behaupten immer, sich nicht hören zu können, diesmal könnte es sogar gestimmt haben.
Das Thema war übrigens „Was Männer wollen“, und wer glaubt, dass es demzufolge nur um Sex ging, sollte sich die Predigt von Heinz Janzen mal runterladen …
(danke an Marie fürs Foto...)