Donnerstag, 29. November 2007

Lottes Weisheit V

Während einer Autofahrt:

Papa: "Wo wohnt denn Gott?"
Lotte: "Im Himmel."
Papa: "Das ist ja weit weg."
Lotte: "Nein. Nur wenn man im Auto sitzt, ist das Autodach dazwischen."

Mittwoch, 28. November 2007

Mein erster "Schein" ...


... von einer Uni seit meiner Bonner Magisterprüfung ist heute eingetrudelt. Hey, hat keiner Lust, mir noch ein Studium zu finanzieren? ;-) Würde mir bestimmt Spaß machen.

Samstag, 24. November 2007

Sonntagsruhe / Glaube light

Kurt Tucholsky schrieb 1928 in dem Gedicht Sonntagsmorgen, im Bett:
... so ist das im Leben:
Das Schönste vom Sonntag ist der Sonnabend Abend.
Die Evangelische Kirche sieht das natürlich ein wenig anders. Sie setzt sich mit dem Slogan "Gott sei Dank, es ist Sonntag!" für den Erhalt des Sonntagsschutzes ein. In diesem Zusammenhang hat Bischof Wolfgang Huber der Wochenzeitung DIE ZEIT ein Interview gegeben (Ausgabe vom 15. November 2007), das eine wie ich finde bemerkenswerte Passage enthält:
ZEIT: Menschen, die sich von der Kirche abgewendet haben und sich wieder annähern wollen, haben konservative Bedürfnisse: Die wollen am Sonntag dann auch einen richtigen Gottesdienst mit Paul Gerhardt-Liedern statt Siebziger-Jahre-Songs, und auch eine richtige Predigt statt allgemeiner Lebensweisheiten.
Huber: Ich verstehe das Bedürfnis nach klaren Formen. Gerade wer selten in den Gottesdienst geht, sucht Wiedererkennbarkeit. Es gibt aber eine Tendenz, die sich ganz an die Form hält. In der katholischen Kirche wird die tridentinische Messe auf Latein wiedereingeführt. Da geht es für manche offenbar gar nicht darum, dass mir der Inhalt nahekommt, sondern um die Form als solche. Darin steckt eine Tendenz zur Ästhetisierung des Gottesdienstes. Man will ein Gefühl der Erhabenheit, aber es soll einem nicht zu nahe kommen. In Deutschland glauben heute mehr Menschen an Engel als an Gott. Sie wollen ein Gefühl des Behütetseins haben, aber nicht dabei gefordert sein. Sie wollen bewahrt sein, aber nicht zur Rechenschaft verpflichtet. Der Glaube soll mir etwas geben, aber möglichst nichts fordern. Das Evangelium ist jedem eine Wahrheit, die einem immer wieder fremd, befreiend und fordernd entgegentritt. Dieses Evangelium ist der Kern des Gottesdienstes.

Samstag, 17. November 2007

"Bibeltreue Klausur"

Wie eine bibeltreue Liedinterpretation aussieht, zeigt Tino Lingenberg anhand des Liedes "Kyle's Mom is a Bitch" aus dem Film South Park.
Humorlose und selbstreflexiv versteifte Christen sollten den Link weiträumig meiden.

Könnte meine ältere Schwester sein ...


Humorvolle, freche Texte. Eine angerauhte, abwechslungsreiche Stimme. Eine reife, selbstbewusste Person: Ina Müller. Vor ein paar Wochen habe ich zufällig ein Live-Konzert von ihr im Fernsehen erwischt, jetzt habe ich mir ihr Album „weiblich, ledig, 40“ besorgt. So rotzfreche, handwerklich exzellente Texte (v.a. von Frank Ramond), so lässige Arrangements, so unterhaltsamen und dennoch intensiven Gesang habe ich lange nicht mehr gehört. Das gefällt mir!
Mein Reinhörtip: Nummer 9 „Ich ziehe aus“ („würd’ gern wieder nach dir suchen / doch du bist ja immer da / würd’ mich gern mal wieder fragen / was du treibst und wo du warst […] Ich ziehe aus weil zuviel Nähe den Wunsch nach Nähe killt / ich gehe bevor wir Vaddi und Muddi zueinander sagen“). Auch nicht schlecht der Abschiedsgesang auf ein kurz vorm Weglasern stehendes Steißtatttoo („Bye bye, Arschgeweih: Ich mach Schluss mit dir und der nervigsten Frage von allen: Wie tief kann eine Jeans noch sinken, ohne zu fallen“).
Gut, dass die gute Frau nicht PTA auf Sylt geblieben ist ;-)

Samstag, 10. November 2007

Wasserstandsbericht


Krankheitsbedingt ging es meiner Allerwertesten in der letzten Woche nicht so wirklich gut und als Folge dessen bei den drei anderen alles etwas drunter und drüber.
Ein paar Stunden war Kathi sogar mit auf der Arbeit (siehe Bild - im Büro eines Kollegen) und in der Kantine. Mit Lotte war ich Donnerstag bei einem ökumenischen Godi, wo sie mit einer Kindergartentruppe ein Lied sang. Anschließend ging es zum Laternenlauf in den strömenden Regen. Hauptsache, die Brezel waren trocken!
Jedenfalls: Ohne die spontane Hilfe von Sigrun, Esther, Julia, Daniela und Jana beim Kinder hüten, kutschieren, Kinder belustigen ... wären wir in der letzten Woche wirklich untergegangen. Und heute ist die Omama angekommen - dann wird ja alles gut.

Innsbruck, ich muss dich lassen


Die Idee, Innsbruck nach dem Besuch im Sommer demnächst intensiver kennenzulernen, ist leider gestorben. Schade.

Montag, 5. November 2007

Gottes Freunde

Franz Kaupp (1866-1945) war ein bewundernswerter Autodidakt. Ursprünglich gelernter Bäcker, brachte er sich selber Griechisch, Latein und Hebräisch bei. Er studierte intensiv die Bibel. Per Brief beantwortete er zahlreiche Fragen zu biblischen Themen und schrieb einige Aufsätze für die Handreichungen. Dadurch wurde er vielen zur Hilfe. In der Nazizeit wurde er aufgrund seiner Aktivitäten für die „Christliche Versammlung“ mehrfach verhaftet; seine Manuskripte und Teile seiner Bibliothek wurden beschlagnahmt.
Bei allem Respekt vor seiner Lebensleistung: In einem winzig-kleinen Punkt sei seine Einschätzung korrigiert: Es trifft nicht zu, dass Abraham „als einziger [Mensch] in der Schrift [als]‚Gottes Freund’ betitelt wird“ (Biblische Fragen - beantwortet von Franz Kaupp, S. 222). Es gibt neben Abraham weitere Personen, die Gott als enge Bezugspersonen sieht. Drei Personen und zwei Gruppen nennt er seine „Freunde“. Und diese Bezeichnung klingt wie eine Auszeichnung, wie ein „Ehrentitel“. Sie weist auf eine außergewöhnlich enge Beziehung hin.
In einem Artikel für Zeit & Schrift habe ich versucht, herauszuarbeiten, wie man Gottes Freund wird und bleibt.

P.S.: Zeit & Schrift wird, wie es aussieht, noch öfter Artikel von mir veröffentlichen. Wer ein (kostenloses) Abo wünscht, kann sich an Horst von der Heyden (mail@zs-online.de), einen der Herausgeber, wenden.

Donnerstag, 1. November 2007

Zeitumstellung praktisch

Und wieder waren heute morgen alle Kinder um 5:30 Uhr wach. Ich bin kein Freund der Sommerzeit ...